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Seit ihrer Gründung 1978 ist die AFP dem Geld auf der Spur.

Mit Recherchen, Analysen und Kampagnen zu den wichtigsten Themen rund um den Finanzplatz Schweiz haben wir uns einen Namen gemacht.
Viele Schwerpunktthemen der AFP sind von nationalen wie internationalen Gremien aufgenommen worden (zum Beispiel Rechtshilfe- und Geldwäschereigesetze). Doch in Bezug auf den Finanzplatz Schweiz braucht es nach wie vor mehr demokratische Kontrolle, mehr Transparenz - und mehr Gerechtigkeit, insbesondere in den Beziehungen zu den Ländern ausserhalb der OECD. Wir sind dagegen, dass die wichtigsten Entscheide, die den Finanzsektor betreffen, weiterhin von der Weltmarktelite gefällt werden.

Gegenwärtig arbeitet die AFP vor allem zu folgenden Themen:

  1. Zu neuen Fragestellungen rund um die Geheimnisse des Bankenplatzes Schweiz und seiner Behörden. Die Schweiz darf Regelungen nicht nur mit den USA und der EU treffen (wie aktuell im Bereich Steuerhinterziehung). Solche Regelungen müssen für alle gelten, für SchweizerInnen wie AusländerInnen, für reiche wie arme Länder. Die Verankerung des Bankgeheimnisses in der Bundesverfassung würde das Symbol einer unsolidarischen Schweiz zementieren.


  2. Im Rahmen der internationalen Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südlichen Afrika zur Streichung der Apartheidschulden und zum Recht auf Reparationen. Alle sollen das Recht haben auf Entschädigung für Menschenrechtsverletzungen, die sie erlitten haben, für Schäden, die ihnen zugefügt worden sind. Reparationen, die von jenen bezahlt werden sollen, die die Schäden verursacht haben - und von jenen, die vom Unrecht profitierten.


  3. Zur Frage, was mit auf Schweizer Bankkonten blockierten Potentatengeldern geschieht, an wen sie ausbezahlt werden und wer entscheidet, wie sie verwendet werden sollen.


  4. Zur so genannten Odious debt-Doktrin (illegitime, untragbare Schulden), mit der die internationale Rechtssprechung die Möglichkeit geschaffen hat, dass in bestimmten Fällen die Nachfolgeregierungen von illegitimen Regimes die internationalen Schulden ihrer Vorgänger zurückweisen können.

Die Geschichte der Aktion Finanzplatz Schweiz

  • 1978 wird die AFP im Zusammenhang mit der Banken-Initiative der SP Schweiz gegründet, um die entwicklungspolitischen Aspekte der Initiative, die Interessen der Länder des Südens, aufzugreifen (Abstimmung 1984).


  • Seit ihrer Gründung führt die AFP Kampagnen und betreibt Lobbying bei den Behörden in Bezug auf Kapitalflucht und Potentatengelder (Duvalier, Marcos, Mobutu, Abacha etc.).


  • Ab 1982 bis 1993 engagiert sich die AFP in der internationalen Kampagne für Finanz-Sanktionen gegen das Apartheidregime in Südafrika.


  • In den 80er Jahren arbeitet die AFP mit bei der Gründung der Alternativen Bank Schweiz und nimmt Einsitz in deren Verwaltungsrat und später im ethischem Rat der ABS. Sie verfasst auch Stellungnahmen zur Politik der Kantonalbanken und zu alternativen Geldanlagen.


  • 1990 beteiligt sich die AFP an der Referendumskampagne gegen den Beitritt der Schweiz zum Internationalen Währungsfonds und zur Weltbank (Abstimmung 1991).


  • 1991/92 lanciert die AFP, zusammen mit der Erklärung von Bern und weiteren NGOs die Kampagne "Für eine Schweiz ohne Fluchtgelder!".


  • 1998 gehört die AFP zu den MitbegründerInnen der internationalen Kampagne für Entschuldung und Entschädigung im südlichen Afrika.

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