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03.02.10

French (FR)    -  Rubrik: Pressecommuniqués  -  @ 15:00:28

Le Tribunal fédéral se prononce entièrement en faveur du coupable – le Conseil fédéral intervient.

Fonds Duvalier : vide juridique à combler au plus vite !

La coalition des organisations non gouvernementales (ONG) pour la restitution des fonds Duvalier à Haïti est profondément déçue de la décision du Tribunal fédéral publiée aujourd’hui. Elle espère que la lacune juridique apparue avec les jugements contradictoires rendus dans cette affaire sera comblée rapidement par le projet de Loi sur la restitution des biens mal acquis actuellement en préparation. La coalition est soulagée par la décision de dernière minute du Conseil fédéral de bloquer à nouveau ces fonds.

La coalition d’organisations non gouvernementales composée de l’Action place financière Suisse, de Pain pour le prochain, de la Déclaration de Berne, de l’Action de Carême, de la Plate-forme Haïti de Suisse (PFHS) et de Transparency International Suisse est déçue et préoccupée par la décision du Tribunal fédéral de rendre les fonds Duvalier au clan de l’ancien dictateur. Le tremblement de terre en Haïti aurait dû faciliter la restitution de cet argent en Haïti. La lacune juridique existante est dommageable, tant pour la Suisse que pour le pays d’origine des fonds. Pour cette raison, la coalition est soulagée par la décision de dernière minute du Conseil fédéral de bloquer une nouvelle fois les fonds Duvalier en se basant sur la Constitution.

La coalition suit avec attention les débats sur le projet de loi relatif à la restitution des biens mal acquis de personnes politiquement exposées. Elle s’engagera pour que cette loi autorise un contrôle étendu des processus de restitutions par la société civile. Une transparence complète des processus de restitution, assurée par la participation de la société civile est une condition incontournable si l’on veut empêcher que les fonds restitués ne s’évaporent dans des projets inexistants où déjà terminés, comme cela a été le cas lors de la restitution des fonds Abacha en 2006, ou que les sommes restituées disparaissent dans les poches de quelques privilégiés parvenant ainsi à s’enrichir illégalement.

Dans son arrêté, le Tribunal fédéral estime que les délits de corruption dont le clan Duvalier s’est rendu coupable étaient prescrits. Il ne remet toutefois pas en question l’origine criminelle des fonds Duvalier.

Le 24 août de l’an passé, la fondation liechtensteinoise Brouilly avait recouru auprès du Tribunal fédéral contre le jugement du Tribunal pénal fédéral. Celui-ci avait admis une décision du ministère de la Justice prise en février 2009, selon laquelle les fonds Duvalier devaient être restitués en Haïti et utilisés pour des projets de développement. La fondation Brouilly administrait la partie bloquée en Suisse de la fortune privée de Jean-Claude Duvalier (« Bébé Doc ») et de sa mère, Simone.

Pour de plus amples informations :

Max Mader, Action place financière suisse, +41 61 693 17 00, +41 78 808 21 53

Jean-Claude Huot, Action de Carême, +41 21 617 88 80, +41 79 229 18 45

Communiqué de presse, 3 février 2010

 

German (DE)   Bundesgericht entscheidet vollumfänglich zugunsten der Täter – Bundesrat interveniert  -  Rubrik: Pressecommuniqués  -  @ 14:12:09

Medienmitteilung der Duvalier-Koalition vom 3. Februar 2010

Bundesgericht entscheidet vollumfänglich zugunsten der Täter – Bundesrat interveniert

Zivilgesellschaft hofft auf rasche Behebung peinlicher Rechtslücke

Die Koalition von Nichtregierungsorganisationen (NGO) ist über den Entscheid des Bundesgerichts, die Duvalier-Gelder seien an den Clan des Diktators zurückzugeben, äusserst enttäuscht. Die Koalition erwartet, dass die peinliche Rechtsunsicherheit, welche sich in der widersprüchlichen Rechtsprechung klar zeigt, mit dem neuen Gesetz zur Rückführung unrechtmässiger Gelder bald behoben wird. Sie ist erfreut über die neuerliche Blockierung in letzter Sekunde.

Die Koalition von Nichtregierungsorganisationen, bestehend aus Aktion Finanzplatz Schweiz, Brot für Alle, Erklärung von Bern, Fastenopfer, Plate-Forme Haïti de Suisse (PFHS) und Transparency International Schweiz, ist enttäuscht und besorgt über den Entscheid. Die Erdbebenkatastrophe in Haiti hätte die Rückführung der Gelder umso dringlicher gemacht. Die bestehende Gesetzeslücke schadet sowohl innen- wie aussenpolitisch dem Ansehen sowohl der Herkunftsländer als auch der Schweiz. Deshalb ist die Koalition erleichtert über den heute publizierten Entscheid des Bundesrates, die Gelder auf Grundlage der Verfassung erneut zu blockieren.

Die Koalition verfolgt die Beratungen über das neue Gesetz aufmerksam mit und wird insbesondere für die Garantie zivilgesellschaftlicher Kontrolle der Rückführung einstehen. Volle öffentliche Transparenz durch die Beteiligung der Zivilgesellschaft ist die unerlässliche Grundlage dafür, dass das Geld nicht in ein Netzwerk illegaler Selbstbereicherung zurückfliesst oder in nicht vorhandene oder bereits abgeschlossene Projekte versickert. Dies hatte der Fall Abacha 2006 klar gezeigt.

Das Bundesgericht argumentiert in seinem Entscheid, die Korruptionsdelikte der Duvaliers seien verjährt, widerspricht jedoch nicht der kriminellen Herkunft der Duvaliergelder.

Am 24. August letzten Jahres reichte die liechtensteinische Brouilly-Stiftung beim Bundesgericht Beschwerde gegen das Urteil des Bundesstrafgerichts ein. Brouilly verwaltet den in der Schweiz blockierten Teil des Privatvermögens von „Baby Doc“ Jean-Claude Duvalier und seiner Mutter Simone. Das Bundesstrafgericht hatte zuvor die Verfügung des Bundesamtes für Justiz vom Februar 2009 bestätigt. Diese sah vor, dass das Geld zurückgeführt und für Entwicklungsprojekte verwendet werden soll.

Weitere Informationen:

Max Mader, Aktion Finanzplatz Schweiz, +41 61 693 17 00, +41 78 808 21 53

Jean-Claude Huot, Action de Carême, +41 21 617 88 80, +41 79 229 18 45

 

11.11.09

German (DE)   Aktion Finanzplatz Schweiz an der 7. UNCTAD  -  Rubrik: Pressecommuniqués  -  @ 12:22:20


Aktion Finanzplatz Schweiz an der 7. UNCTAD Schulden-Management-Konferenz

Bald Schluss mit illegitimen Schulden?

Die Streichung illegitimer Schulden würde die Schuldenlast etlicher Staaten im Süden merklich verringern. Die Aktion Finanzplatz Schweiz (AFP) zeigt in ihrem neuen auf Englisch erschienenen Buch, dass es für die Staaten im Süden verschiedene Rechtswege gibt, die Rückzahlungspflicht illegitimer Schulden anzufechten. Am 11. November stellte die AFP das Buch an der 7. UNCTAD Schulden Management Konferenz in Genf erstmals vor.


Illegitime Schulden sind Schulden, die aus Krediten stammen, die nicht dem Interesse des jeweiligen Staates und seiner Bevölkerung gedient haben, sei es, weil sie der Finanzierung fragwürdiger Projekte oder der persönlichen Bereicherung der Machthaber dienten. Bei illegitimen Schulden wird in der Regel davon ausgegangen, dass die Kreditgeber eine Mitverantwortung tragen, weil sie gewusst haben oder hätten wissen müssen, dass die Vorgaben für die Kreditvergabe fragwürdig, wenn nicht gar ungesetzlich waren.

Aufgrund der von Aktion Finanzplatz organisierten Internationalen Konferenz zu Illegitimen Schulden in Bern im Jahr 2007 hat die AFP mehrere Rechtsexpertinnen und –experten engagieren können, um Fälle von vermuteten illegitimen Schulden aus rechtlicher Sicht zu beurteilen. Die analysierten Fälle betreffen die Philippinen, Argentinien, Paraguay, die Demokratische Republik Kongo (Kongo Kinshasa) und die Republik Kongo (Kongo Brazzaville), Ecuador, Liberia, Südafrika, und Haïti. Fazit: die meisten analysierten Fälle sind nicht nur illegitim, sondern auch illegal, denn sie verstossen gegen Verträge, internationale Abkommen, zwingende Normen und generelle Prinzipien des Völkerrechts.

Das Buch „How to Challenge Illegitimate Debts, Theory and Legal Case Studies“ beschränkt sich nicht nur auf praktische Fälle, sondern enthält auch eine ausführliche theoretische Einführung in das Konzept der illegitimen Schulden. Daraus geht u.a. hervor, dass das Schuldensystem als ganzes und als Bestandteil der bisherigen internationalen Finanzarchitektur auch juristisch kritisch untersucht werden sollte. Dasselbe gilt für die Frage, inwieweit die Geltung nationaler Verfassungen für Kreditverträge ausgeklammert werden darf, d.h. ob Kredite zu Recht zurückgezahlt werden müssen, auch wenn ihre Verwendung gegen verfassungsmässige Grundrechte verstösst und obwohl nationale Grundrechte ja stets vom Völkerrecht und vom internationalen Gewohnheitsrecht abgeleitet sind, das für alle Kreditverträge zwingend ist.

Das Buch „How to Challenge Illegitimate Debts, Theory and Legal Case Studies“ kann auf der Website www.aktionfinanzplatz.ch gratis heruntergeladen werden oder es kann bei der AFP zum Preis von 20 Franken plus Versandkosten bestellt werden.

Für weitere Auskünfte: Max Mader (078 898 21 53), André Rothenbühler (079 273 61 43) oder Büro 061 693 17 00.

 

17.08.09

German (DE)   NGO* begrüssen neusten Entscheid im Fall Duvalier  -  Rubrik: Pressecommuniqués  -  @ 10:04:03

Die Koalition von Nichtregierungsorganisationen (NGO) ist über die Ablehnung der Beschwerde der liechtensteinischen Brouilly-Stiftung als Vertreterin des Clans des haitianischen Ex-Diktators Jean-Claude Duvalier durch das Bundesstrafgericht sehr erfreut. Dieser Entscheid ist ein klares Signal in Richtung einer Rechtsprechung, welche Schlupflöcher mittels der Beweislastumkehr stopfen will. Die NGO-Koalition hofft, dass der Duvalier-Clan auf eine Beschwerde beim Bundesgericht verzichtet und so den Weg entgültig frei macht für eine baldige Rückgabe der in der Schweiz blockierten Gelder an Haiti.

Das Bundesstrafgericht begründet laut Pressemitteilung seinen Entscheid damit, dass die betroffene Kontoinhaberin den Beweis nicht habe erbringen können, dass die beschlagnahmten Vermögenswerte nicht krimineller Herkunft sind. Es stützt damit den Entscheid des Bundesamtes für Justiz (BJ) vom vergangenen Februar. Wie schon im Fall Abacha hatte der Umstand, dass der Duvalier-Clan vom BJ als kriminelle Organisation eingestuft worden ist, die Anwendung der erleichterten Einziehungsbestimmungen des Strafgesetzbuches mit der Umkehr der Beweislast zur Folge. Die NGO-Koalition begrüsst diese Entwicklung der Rechtsprechung, welche auch bei einer schwierigen Rechts- und Beweislage einen Entscheid zugunsten der betroffenen Herkunftsländer ermöglicht.

Die NGO-Koalition hofft, dass die Rückführung der rund sieben Millionen Franken an Haiti in kurzer Zeit möglich wird. Sie fordert von den Bundesbehörden, dass sie die Gewährleistung der vollen Transparenz und eines unabhängigen Monitorings mit Einbezug der Zivilgesellschaft bei der Rückführung und Verwendung der Gelder vor der Rückgabe an Haiti aushandeln. Nur so kann die Verwendung zugunsten der Bevölkerung sichergestellt und eine erneute Veruntreuung der Gelder verhindert werden.

In Haiti zeigen sich Organisationen der Zivilgesellschaft in ersten Reaktionen hocherfreut über den Entscheid des Bundesstrafgerichts. Endlich würde man anerkennen, dass es sich beim Regime von Duvalier um eine kriminelle Organisation gehandelt habe.

Für weitere Auskünfte:
André Rothenbühler, Aktion Finanzplatz Schweiz, Tel. 079 273 61 43 oder 061 693 17 00.

* Aktion Finanzplatz Schweiz, Brot für Alle, Erklärung von Bern, Fastenopfer, Plate-Forme Haïti de Suisse (PFHS), Transparency International Schweiz

Des ONG* saluent la dernière décision prise dans le cas Duvalier

La Coalition des ONG suisses pour la restitition des fonds Duvalier à Haïti est très satisfaite du rejet par le Tribunal pénal fédéral (TPF) de la plainte de la Fondation lichtensteinoise Brouilly en sa qualité de représentante du clan de l'ex-dictateur haïtien Jean-Claude Duvalier. Cette décision est un signal clair d'un avis de droit qui veut combler des lacunes avec le retournement du fardeau de la preuve. La coalition des ONG espère que le clan Duvalier renoncera à une plainte auprès du Tribunal fédéral et libèrera ainsi définitivement la voie pour une restitution prochaine à Haïti des fonds bloqués en Suisse.

Le TPF, selon un communiqué de presse, fonde sa décision sur le fait que les détenteurs des comptes n'ont pas pu apporter la preuve que les fonds confisqués n'étaient pas d'origine criminelle. Cela confirme ainsi la décision de l'Office fédéral de justice de février passé.
Comme précédemment dans le cas Abacha, le fait d'avoir reconnu le clan Duvalier comme organisation criminelle a eu comme conséquence de permettre l'application des dispositions de confiscation facilitées du code pénal avec le renversement du fardeau de la preuve.
La coalition salue ce développement de l'interprétation du droit qui rend possible une décision en faveur des pays spoliés aussi dans une situation juridique difficile.

La coalition espère que la restitution à Haïti des 7 mio de francs sera possible dans les plus brefs délais. Elle demande aux autorités fédérales de négocier avant la restitution à Haïti les conditions d'une totale transparence et d'un suivi indépendant, incluant la société civile haïtienne lors de la restitution et de l'utilisation des fonds. C'est seulement ainsi qu'on peut garantir une utilisation des fonds au profit de la population et éviter de nouveaux détournements.

En Haïti, première réaction au sein de la société civile : grande satisfaction devant la décision du TF : enfin on reconnaîtrait que le régime des Duvalier relevait d'une organisation criminelle.

Pour d'autres renseignements :
André Rothenbühler, Aktion Finanzplatz Schweiz, Tel. 079 273 61 43 oder 061 693 17 00.

* Aktion Finanzplatz Schweiz, Brot für Alle, Erklärung von Bern, Fastenopfer, Plate-Forme Haïti de Suisse (PFHS), Transparency International Schweiz

 

10.08.09

German (DE)   Angolagate, DDC et RUAG : opacité et passivité du Conseil fédéral  -  Rubrik: Pressecommuniqués  -  @ 10:50:26

La Déclaration de Berne et Action place financière Suisse ont pris connaissance de la réponse décevante du Conseil fédéral à l’interpellation de la Conseillère nationale Francine John-Calame au sujet des contrats liés à l’application du programme social humanitaire Suisse-Angola (09.3261).
Cette interpellation demandait au Conseil fédéral de clarifier les conditions de restitution d’une somme de 24 millions de dollars, bloqués en Suisse suite à l’affaire de l’Angolagate. Cette restitution s’effectue dans le cadre d’un accord, signé le 1er novembre 2005 entre la DDC et le gouvernement angolais, qui n’a jamais été rendu public. Elle prévoit d’affecter environ deux-tiers des montants débloqués à un contrat de déminage conclu entre RUAG et l’Angola. Malheureusement, la réponse du Conseil fédéral à l’interpellation de la Conseillère nationale Francine John-Calame apporte peu d’informations supplémentaires sur les conditions peu transparentes dans lesquelles RUAG et ses partenaires angolais ont conclu leur contrat de déminage. La réponse du Conseil fédéral précise tout au plus que ce contrat englobe des actions qui n’ont rien à voir avec la restitution des fonds, qu’il a été amendé deux fois. La responsabilité de la DDC dans la conclusion autant que dans l’application de ce contrat est par ailleurs minimisée. Toujours selon la réponse du Conseil fédéral, c’est ainsi RUAG – et non la DDC – qui sera responsable d’organiser le suivi humanitaire du projet de déminage sur place, qui devrait démarrer en juin 2009.
Pour la Déclaration de Berne et Action place financière, ce processus de restitution des fonds angolais pose plusieurs problèmes. D’abord, il témoigne d’une regrettable confusion entre aide humanitaire et intérêts commerciaux de la principale entreprise d’armement helvétique, dont la Confédération est seule et unique actionnaire. On peut également s’étonner du fait que la DDC décline toute responsabilité dans le processus de conclusion du contrat entre l’Angola et RUAG, signé avant l’accord de 2005, et déplorer l’absence de transparence qui règne à ce sujet.
Plus généralement, il convient de rappeler que les 21 millions de dollars restitués dans le cadre de l’accord du premier novembre 2005 font partie d’une somme de 774 millions de dollars de fonds publics, dont plus de 600 millions auraient été détournés, notamment au profit de hauts dignitaires angolais. Une procédure pénale à ce sujet est toujours pendante à Genève. En adoptant une attitude si peu transparente et si passive dans le processus de restitution des fonds angolais bloqués en Suisse, les autorités fédérales encouragent implicitement le classement de cette procédure. Elles envoient un signal explicitement négatif quant à leur capacité à lutter efficacement contre la criminalité économique internationale.

Pour en savoir plus
Olivier Longchamp, responsable fiscalité et finances internationales de la Déclaration de Berne, tél. 021/620.03.09, longchamp@ladb.ch

 

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